Neue Gesellschaft übernimmt künftig die operativen Aufgaben des Projekts
Mit der offiziellen Eintragung beim Amtsgericht Ulm hat jetzt die neue Albert Einstein Discovery Center Foundation gGmbH ihre Arbeit aufgenommen. In der gemeinnützigen GmbH bündelt der Verein ab sofort die operativen Aufgaben im Rahmen des Projekts und will so die Arbeit auf professionelle Beine stellen. „Was der Verein mit inzwischen mehr als 1.300 Mitgliedern bis hierher aufgebaut hat, ist bemerkenswert. Für Verhandlungen mit Großspendern und Sponsoren, für rechtssichere Verträge, aber auch für die konkrete Planung, Umsetzung und schließlich den Betrieb des Albert Einstein Discovery Centers brauchen wir jetzt eine Struktur, die genau darauf ausgelegt ist“, begründet die Vereinsvorsitzende Dr. Nancy Hecker-Denschlag den Schritt. Der Begriff „Foundation“ – zu Deutsch: Stiftung – wurde bewusst in den Unternehmensnamen aufgenommen. „International signalisiert dieser Begriff potenziellen Unterstützern sofort, dass es sich hier um ein gemeinnütziges und unterstützenswertes Projekt handelt. Unsere Ziele lassen sich aber in der Rechtsform der gGmbH deutlich einfacher umsetzen als in einer klassischen Stiftung“, so Nancy Hecker-Denschlag.
Als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der gGmbH wurde Dr. Joachim Koenen bestellt, der die Aufgabe ehrenamtlich übernimmt. Die enge Abstimmung mit dem Verein stellen die Vorsitzende Dr. Nancy Hecker-Denschlag und ihr Stellvertreter Jens Burkert als Co-Geschäftsführer sicher. „Als Physiker bin ich der Idee des Albert Einstein Discovery Centers schon Jahre eng verbunden und kenne Nancy Hecker-Denschlag seit Ihren Anfängen in Ulm. Als sie mich dann gefragt hat, ob ich diese Aufgabe übernehmen möchte, musste ich nicht lange überlegen“ so Dr. Joachim Koenen. Er gehört zu den „Ersten 11“ Großspendern und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Unternehmensführung. So gründete er 1997 gemeinsam mit Dr. Olaf Hollricher und Dr. Klaus Weishaupt aus der Universität Ulm heraus die WITec GmbH (Wissenschaftliche Instrumente und Technologie GmbH). Das Unternehmen entwickelte sich zu einem weltweit führenden Hersteller von hochauflösenden optischen Mikroskopen und Raman-Imaging-Systemen. Im September 2021 wurde WITec von der britischen Oxford Instruments Gruppe übernommen. Koenen blieb zunächst weiterhin als Geschäftsführer aktiv, wechselte im Jahr 2024 jedoch in eine Senior-Manager-Rolle. „Ich freue mich, dass wir mit Jo Koenen einen so erfahrenen Unternehmer gewinnen konnten, der als Physiker gleichzeitig auch inhaltlich versteht, worum es uns mit der geplanten Erlebniswelt rund um das Leben und Werk Albert Einsteins geht“, sagt Nancy Hecker-Denschlag. „Damit können wir nun sehr optimistisch den nächsten Schritt in der Verwirklichung unseres Zukunftsprojekts für Ulm angehen.“ Zu den ersten Aufgaben der neuen Gesellschaft gehört die Aufstellung eines Businessplans sowie die Fortschreibung der Machbarkeitsstudie. Zudem stehen die Planung eines Sponsoren-Events sowie ein Besuch der Hebrew University in Jerusalem, um die bilateralen Beziehungen zu vertiefen, auf der Agenda.

Beirat und Kuratorium begleiten die Arbeit
Unterstützt wird die Geschäftsführung von einem Beirat mit Dr. Bernhard Hock von der Mediengruppe Pressedruck und Dr. Henning von Sethe, Leiter des Bereichs Recht der Volksbank Ulm-Biberach. Hinzu kommt ein hochkarätiges Gesellschaftskuratorium, das die gGmbH berät und das Projekt in Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft verankert: Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Prof. Dr. Michael Kühl (ab 1. Oktober 2026 Präsident der Uni Ulm), Dr. Jan Stefan Roell (Präsident der IHK Ulm), Stefan Bill (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm) und Stefan Hell (Vorstandssprecher der Volksbank Ulm-Biberach eG).
Für Mitglieder und Unterstützer des Vereins ändert sich nichts
Mitgliedschaften und Spenden laufen unverändert über den Verein, Spendenbescheinigungen werden wie bisher ausgestellt. Alle Informationen zur Unterstützung des Projekts gibt es unter https://einstein.center/spenden/.