Fleischlos genießen mit Ulms bekanntestem Sohn

By 13. Oktober 2021 Pressemitteilungen

Albert Einstein Discovery Center Ulm e.V. präsentiert Kochbuch mit vegetarischen und veganen Lieblingsrezepten des Physikers.

Im künftigen Albert Einstein Discovery Center Ulm soll der wohl berühmteste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts der Öffentlichkeit mit allen Facetten näher gebracht werden. Neben seinen physikalischen Theorien und deren Anwendung in modernen Technologien, steht hierbei auch der Mensch Einstein im Fokus. Und was könnte menschlicher sein als die Ernährung? Das ab sofort in der Geschäftsstelle des Vereins und im Stadthaus Ulm erhältliche Kochbuch „Albert Einsteins vegetarische / vegane Küche entdecken“ befasst sich deshalb detailliert mit fleischlosen Speisen, die Einstein nachweislich genoss – oder die ihm mit Sicherheit geschmeckt hätten. Die von seiner Haushälterin Herta Waldow überlieferten Gerichte wurden hierzu von der Arbeitsgruppe „Kochbuch“ des Vereins in Form simpler, einheitlicher Rezepte festgehalten und teilweise vegan angepasst. So kann jeder Leser ganz einfach selbst in die kulinarische Welt Einsteins eintauchen. Ergänzt werden alle Rezepte durch informative Begleittexte, die das Gericht in den Alltag des Physikers einbetten. Zusätzlich zu den überlieferten Speisen aus Einsteins Zeit in Berlin (1927 – 1933), findet sich aber auch modernere vegetarische und vegane Kost im Buch. Die Rezepte hierfür steuerten die in den USA lebende Verwandte Einsteins, Dr. Karen Glinert Carlson und ihre Familie bei. 

Albert Einsteins vegetarische Ernährung gehört sicherlich zu den unbekannteren Aspekten seines Lebens. Zu einer fleischlosen Diät entschloss er sich zunächst auf Anraten seines Arztes, entwickelte sich mit den Jahren aber zu einem überzeugten Vegetarier. Noch kurz vor seinem Tod, im Jahr 1954, schrieb er etwa seinem Freund Hans Mühsam: „Es scheint mir immer, dass der Mensch nicht als Fleischfresser geboren wurde!“ Ein weiteres Zitat Einsteins macht diese Einstellung noch deutlicher: „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.“ In Zeiten steigenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit und ethische Tierhaltung, wirkt diese Aussage heute aktueller denn je.

Aus der Zeit, die Einstein in Berlin verbrachte – von 1927 bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 – hielt seine Haushälterin Herta Waldow besonders konkrete Einblicke in seine Essgewohnheiten fest. Dementsprechend basiert ein Großteil der Rezepte im nun erhältlichen Kochbuch auf dieser Phase. Neben Klassikern wie Spargel mit Sauce Hollandaise oder Schupfnudeln mit Sauerkraut finden sich hier auch ausgefallenere Kreationen wie Selleriebowle oder Pilzragout in Königinpasteten. Einige der Gerichte wurden zudem von der Arbeitsgruppe „Kochbuch“ des Albert Einstein Discovery Center Ulm e.V. angepasst, um auch mit einer veganen Ernährung vereinbar zu sein. Kurze Begleittexte zu jedem Rezept veranschaulichen, wie Einstein die jeweiligen Speisen bevorzugt genoss und geben Einblicke in sein Privatleben. Illustriert werden diese mit Fotos des Ulmer Stadtführers Karl Höb alias „Karl Keinstein“, der in nachgestellten Alltagsszenen den Physiker mimt. Die Bilder wurden im Museum des Ulmer Stadteils Söflingen und dem Heimatmuseum Pfuhl aufgenommen, die zudem Räumlichkeiten und Kostüme zu Verfügung stellten. So wird ein zusätzlicher Bezug zur Heimat Einsteins hergestellt.

Wer eine etwas modernere und internationalere Küche bevorzugt, wird im Kochbuch „Albert Einsteins vegetarische / vegane Küche entdecken“ ebenfalls fündig. Dr. Karen Glinert Carlson und weitere, bis heute in den USA lebende Verwandte Einsteins steuerten hierfür vielseitige fleischlose Rezepte aus aller Welt bei. Gerichte wie ägyptische Moussaka oder Kürbissuppe mit Erdnüssen mögen zwar nicht auf dem Speiseplan des weltberühmten Wissenschaftlers gestanden haben, fügen sich aber dennoch nahtlos in das Konzept des Kochbuchs. 

Die Idee, ein Kochbuch mit Bezug zu Albert Einstein zu veröffentlichen, hatten Christine Arlt und Gabriele Mohr vom Albert Einstein Discovery Center Ulm e.V. Tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung bekamen sie unter anderem vom Fotostudio „bildwerk89“ sowie der Layouterin Vesna Dietrich. Das Kochbuch ist ab sofort in der Geschäftsstelle des Vereins (Bessererstraße 13-15 in Ulm) und im Stadthaus Ulm erhältlich.